Anfängerfragen zu Rhopalurus junceus(-Gruppenhaltung)
Guten Abend,
da bin ich mal wieder und ich habe wieder Platz in meinem Terrarium. Nach langem Überlegen und Suchen habe ich nun endlich die perfekten Tiere für mein 50x40x40-Terrarium gefunden. Es gab viele Überlegungen von Einsiedlerkrebsen über Mantiden bis hin zu Scolopendren, aber ich bin wieder bei einem Skorpion gelandet.
Folgende Kriterien waren von Bedeutung:
- Temperaturen von 20°C nachts bis 30°C tags
- LF von 60 bis 90%
- keine großen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen, sprich keine Winterruhe o. ä. in ihrem Habitat
- Gruppenhaltung in einem 50x40x40-Terrarium möglich
- Fleischfresser, sprich keine Phyllium oder ähnliches
- in Hessen erlaubt
Wenn meine Quellen keinen Mist erzählen, dann kann man davon gut und gerne 12 in dem Terrarium ohne Ausfälle halten, da die sehr sozial sind. Ich will das den Tieren aber weder zumuten noch riskieren, ich beschränke mich mal auf 4-6. Ich würde dazu aber gerne eure Meinung hören, da ich hier immer bestens beraten wurde.
Zu den Haltungsbedingungen kam ich ganz einfach. Es handelt sich eigentlich um ein 100x40x40-Terrarium, welches in 20x40x40, 30x40x40 und 50x40x30 (mit Zwischendecke) umgebaut wurde. In dem kleinen Teil soll eine Avicularia versicolor hausen, in dem mittleren wegen der größeren Größe eine Lampropelma violaceopes und in dem großen Teil wohnt zur Zeit eine Grammostola porteri. Diese will ich aber wegen ihrer Winterruhe aus dem Terrarium raus haben und einzeln setzen, so dass ich ihr Habitat und die damit verbundenen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen so gut wie möglich simulieren kann. Die beiden anderen Vogelspinnen haben ähnliche Haltungsbedingungen wie Rhopalurus junceus, von daher passt das perfekt.
Zur Zeit sind die Terrarien nur durch Plexiglas getrennt. Kann das so bleiben oder gehen Skorpione damit anders um als Vogelspinnen? Bei Vogelspinnen ist es ja bekanntlich kein Problem die einfach mit einer Glasscheibe zu trennen. Wenn das bei Skorpionen nicht der Fall ist, dann kann ich da auch ganz einfach eine Korkwand vor das Plexiglas machen.
Ab welchem Instar/welcher Größe könnte ich 4-6 Tiere in dieses Endterrarium setzen?
also ich kann dir nur adulte Tiere empfehlen. Vor Kannibalismus bei Häutungen bist du bei keiner noch so sozialen Art gefeit.
MfG
M.
Wissen, dass sich nicht täglich vermehrt, nimmt ab. An der Anzahl der Neider erkennt man seine Fähigkeiten Niveau ist keine Hautcreme Immer daran denken: Stil ist nicht das Ende eines Besens Ex Androctonus_01
Du kannst natürlich auch mit dem Risiko leben. Vielleicht hast du Glück.
Wissen, dass sich nicht täglich vermehrt, nimmt ab. An der Anzahl der Neider erkennt man seine Fähigkeiten Niveau ist keine Hautcreme Immer daran denken: Stil ist nicht das Ende eines Besens Ex Androctonus_01
Wenn sich einer häutet einfach für mehr Futterangebot sorgen, vielleicht wäre das eine Möglichkeit. Anders als Vogelspinnen überfressen Skorpione sich ja nicht, wenn das Futterangebot zu groß ist. Die lassen die Futtertiere dann einfach links liegen. Stimmt das soweit?
Das kann man so sagen, ja. Es gibt zwar gierige Fresser, aber auch die haben irgendwann genug.
Ob man durch das Anbieten von Futter den Kannibalismus eindämmen kann bleibt fraglich.
Babycurus jacksoni gilt auch als sehr soziale Art. Schau dir das Bild von Markus aka goolem genau an....
Wissen, dass sich nicht täglich vermehrt, nimmt ab. An der Anzahl der Neider erkennt man seine Fähigkeiten Niveau ist keine Hautcreme Immer daran denken: Stil ist nicht das Ende eines Besens Ex Androctonus_01
junceus ging bislang aber ohne probleme und ausfälle.
bei mir leider nicht.
Wissen, dass sich nicht täglich vermehrt, nimmt ab. An der Anzahl der Neider erkennt man seine Fähigkeiten Niveau ist keine Hautcreme Immer daran denken: Stil ist nicht das Ende eines Besens Ex Androctonus_01
bei jacksoni hab ich die Erfahrung auch schon gemacht. junceus ging bislang aber ohne probleme und ausfälle.
Zitat von Androctonus_01
bei mir leider nicht.
Wie viel Erfahrung habt ihr denn in der Gruppenhaltung von R. junceus und haltet ihr eure Gruppen exakt gleich?
Vielleicht lässt sich daraus eine Tendenz erkennen.
Bei Jungtieren habe ich bei Gruppenhaltung immer wieder Ausfälle.
Da ich ein recht potentes, adultes Paar halte und ich somit mind.
4 x im Jahr Nachzuchten habe, komme ich manchmal nicht drumrum
auch kleinere Gruppen zu halten. In den ersten 2-3 Instars (nach verlassen
der Mutter natürlich) hab ich noch keine Ausfälle gehabt. Aber egal wieviel
Futter ich anbiete, danach gibts immer mal wieder Fälle von Kanibalismus.
Seitdem verusche ich so früh es geht zu trennen. Leider ist mein Platz hier auch
mal erschöpft und wenn die Nachzuchten nicht schnell genug verkauft sind, kann
dann schonmal das ein oder andere Jungtier auf der Strecke bleiben, leider.
LG
Hinweis: In Erinnerung an die Verfasserin dieses Beitrages - Dine, verstorben am 28.03.2010.
Sie wird immer ein Teil unserer Forengemeinschaft bleiben.
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