zuerst einmal zu meiner Person:
Ich heiße Heiko , komme aus der nähe von Lüneburg und bin 21 jahre alt.
Ich habe schon recht lange einen Cavimanus gepflegt, anfangs ein paar Fehler in der Haltung gemacht, diese jedoch behoben und so über 6 wunderschöne Jahre etwas von meinem Pflegling gehabt.
Vor 2 Jahren ist dieser dann jedoch plötzlich verstorben und u.a. deshalb habe ich das Hobby auf Eis gelegt.
Zu mindest bis jetzt ...
Ein guter Freund erzählte mir von einem Cavimanus, der seit sehr langer Zeit in einer Tierhandlung vor sich hin lebte. Ich fuhr einige Tage später in die Zoohandlung und sah mir den kleinen Kerl einmal von nahem an.
Mir bot sich ein wahrhaft grausiges Bild ...
Das als "Pandius Karwimanus" ausgeschilderte Tier lebte in einem recht kleinen Terra, nur auf kargem (roten) "Wüstensand" mit eigentlich garkeiner Versteckmöglichkeit (was Ihn dann wohl auch dazu trib sich soetwas wie eine kleine "Höhle" in den Sand zu graben).
Das komplette Terra war sehr trocken , außerdem sah ich auf anhieb 3 tote Heuschrecken , teilweise angefressen, die in dem Terra vor sich hin verrotteten.
Die Wasserschale war immer leer (war seit dem noch 2 mal da) und die Temperatur war scheinbar auch nicht alzu hoch.
Lange Rede , kurzer Sinn ... ich brachte mein Terra wieder in Schuß , lies es einige Tage "einfahren" und hohlte den Kleinen heute schließlich ab ...
Die Fahrt von der Zoohandlung zu mir dauert grade einmal 15min.
Angekommen verfrachtete ich den Kleinen sofort in das fertige , vorgewärmte Terra. Er stöbert anfangs ein wenig herum, setzte sich dann jedoch in eine recht ungeschützte Ecke in der Nähe des Strahlers. Ich ging davon aus, dass er sich vielleicht erst einmal richtig aufwärmen wollte und dachte mir anfangs nichts dabei. Schließlich reichte ich Ihm mit einer Pinzette eine Grille, auf die er sich sofort fast schon "gierig" stürzte. Die Grille habe ich Ihm gericht, weil der Verkäufe mir erzählte, er hätte seit längerem sehr wenig gefressen, die Heuschrecken jedoch getötet und teilweise "angeknabbert" (er bekam alle 14Tage eine Heuschrecke).
Er verschlang die Grille in atemberaubener Geschwindigkeit, lies jedoch ca. das hintere 1/3 liegen und setzte sich noch tiefer in die Ecke, in der er bis jetzt immernoch sitzt.
Zum eigentlichen Problem:
Auf der Fahrt zu mir schon entdeckte ich eine recht große Wöllbung , eine Beule.
Sie sitzt kurz vorm Schwanzansatz und quillt quasi aus der Seite des Tieres raus.
Mir Fehlen leider die Fachbegriffe, deshalb versuche ich es einmal so zu erklären:
Zwischen Rücken- und Bauchplatte quillt die graue "Haut" heraus. Das zieht sich über die gesamte Länge bis zum Schwanzansatz. An einer Stelle ist es jedoch besonders extrem.
Ich bin der Meinung, dass es bei Ihm auf die Häutung zu geht und er diese auf Grund der wiedrigen Umstände eventuell aufgeschoben hat oder Sie einfach nicht durchführen konnte (zu kühl , zu trocken , etc.).
Es gibt natürlich auch noch die Möglichkeit eines Darmverschlußes, jedoch hab ich in dem Terra von dem Händler einigen Skorpion-Kot entdecken können un der zeigt auch am After keine sichtlichen Verletzungen oder Verschmutzungen.
Im anhang habe ich einige Fotos, die Qualität lässt leider auf Grund eines ziemlich alten Kameramodelles etwas zu wünschen übrig, ich denke jedoch man kann schon ein wenig was erkennen.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Ih rmir vielleicht mit der Diagnose helfen könntet und mir eventuell Tipps geben wie man das arme Tier retten bzw. Ihm helfen kann.
Zuerst: die Fotos sind absolut nicht aussagekräftig. Das liegt aber nicht an einer alten Kamera, sondern daran, dass sie verwackelt und/oder falsch fokussiert sind. Auf jeden Fall erkenne ich da nichts, insofern kann ich zu dem Problem keine Aussage machen.
Deiner Beschreibung zufolge könnte ich mir jedoch auch Endoparasiten vorstellen.
Jetzt noch eine klitzekleine Rüge: Mitleidskäufe in solchen Läden macht man nicht. Man weist höchstens die Verkäufer auf Haltungsfehler hin, nimmt die Tiere aber nicht mit.
Im Laden wird so das Becken frei und sie können den nächsten Krabbler reinsetzen, und im Gegenzug erhält man ein evtl. bereits geschwächtes, krankes Tier.
So schade es auch ist, die Tiere sollten am Besten bis zum Ende im Laden bleiben. Wenn er sie nicht loswird, holt er eher keine neuen mehr, weil's sich nicht rentiert.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft
Der Schlüssel zum Erfolg ist Geduld
Jeder ist seines Glückes Schmied
Nichts ist für die Ewigkeit/Lebe den Moment
erst einmal Danke für die Antworten.
Auch die Rüge habe ich wohl verdient, wird wohl auch das erste und letzte Mal gewesen sein, dass ich soetwas gemacht habe. Den ganzen Stress und die Bedenken (und das eventuell auch früher eintretende Ableben des Tieres) sind es nicht wert.
Zum Thema: Kann man gegen Endoparasiten etwas wirkungsvolles unternehmen ?
Lesezeichen