Wie erkenne ich, ob es möglicherweise eine giftige Skorpionart ist, um die es sich handelt?
Grundsätzlich lässt sich an einigen äußerlichen Merkmalen bereits in etwa einordnen, wie giftig ein Skorpion sein könnte.
Die Farbe des Tieres spielt dabei jedoch keine Rolle.
Zur groben Einschätzung der Giftigkeit gilt als verlässlichstes Kriterium die Form der Scheren. Je kräftiger die Scheren eines Skorpions sind, desto einfacher ist es für ihn, seine Beute damit festzuhalten und ernsthaft zu verletzten.
Zu den Skorpionen mit größeren Scheren zählen beispielsweise Scorpio maurus, Opistophthalmus-Spezies oder Heterometrus-Arten. Am bekanntesten ist wohl der Kaiserskorpion, Pandinus imperator. Aufgrund ihrer Kraft brauchen sie nicht allzu giftig zu sein, um ihr Überleben in der Natur zu sichern.
Je dünner die Schreren sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass es sich dabei um hochgiftige Skorpionarten handelt, die sogar Todesfälle verursachen können.
Gut zu erkennen ist es an den Scheren bei Leiurus quinquestriatus und Parabuthus-Arten.
Auch gilt: Sind die Schwanzglieder deutlich breiter als die Scheren, so handelt es sich meistens um eine hochgiftige Spezies.
[Quelle: Buch Skorpione im Terrarium von Ulmer]
Jetzt zu den Ausnahmen:
Der Hadrurus arizonensis hat zwar dünne Scherenhände, gilt aber trotzdem nicht als hochgiftige Art.
Nebo Spezies besitzen zwar große Scheren, sind aber trotzdem als besonders gefährlich einzustufen, weil ihr Gift die Gerinnungsfähigkeit des Blutes verhindert.
Es gibt noch mehr Ausnahmen, finde sie aber leider nicht mehr.
ebenfalls nicht gerade harmlos ist Hemiscorpius lepturus mit seinem Gewebe zerstörenden Toxin (besitzt ebenfalls eine breite Chela).
Eher zu den mindergiftigen Skorpionen zählen u.a.
Buthus occitanus
Mesobuthus gibbosus
Centruroides gracilis (USA - Variante "Florida")
Smeringurus mesaensis
Auch diese verfügen über relativ dünne Chela und etwas massivere Metasoma.
Persönliche Meinung:
Ich halte von der Faustformel gar nichts. Trägt sie oft zur Verwirrung bei und hilft im Notfall nicht weiter. Aber das ist natürlich Geschmacksache.
MfG
M.
Wissen, dass sich nicht täglich vermehrt, nimmt ab. An der Anzahl der Neider erkennt man seine Fähigkeiten Niveau ist keine Hautcreme Immer daran denken: Stil ist nicht das Ende eines Besens Ex Androctonus_01
habe über den Buthus occitanus gelesen, dass sein Gift unterschiedlich stark sein soll:
Bei den europäischen Tieren soll es bei Nicht-Allergikern normalerweise nicht lebensgefährlich, aber schmerzhaft sein.
Afrikanische Tiere sollen stärker giftig sein. Vorallem für sehr junge und alte Menschen soll es gefährlich sein, da diese noch nicht bzw. nicht mehr sehr widerstandsfähig sind.
Da man europäische Tiere äusserlich von afrikanischen Tieren nur sehr schwer (wenn überhaupt) unterscheiden kann, sollte man immer mit einer gewissen Vorsicht hantieren.
Gibt es da schon eindeutige Erkennungsmerkmale zur Herkunft?
ja es gibt Unterscheidungsmerkmale, deshalb wurde sie auch getrennt und aus Buthus occitanus tunetanus und Buthus occitanus occitanus wurde für die Europavariante Buthus occitanus und die Afrikavariante Buthus tunetanus als wissenschaftliche Namen verankert. Sie bekamen quasi einen eigenen Artstatus verpasst.
Tipp:
Nutze öfter mal die Suchfunktion des Forums, denn auch diesen Faustformelthread gibt es bereits an anderer Stelle.
MfG
M.
Wissen, dass sich nicht täglich vermehrt, nimmt ab. An der Anzahl der Neider erkennt man seine Fähigkeiten Niveau ist keine Hautcreme Immer daran denken: Stil ist nicht das Ende eines Besens Ex Androctonus_01
Wird zu dieser Thematik auch die individuelle Disposition berücksichtigt? Ist kein unerheblicher Aspekt aus meiner Sicht, um halbwegs Einstufungen vornehmen zu können!
Ist das ein Beispiel für mindergiftig und eher giftig im kardiovaskulären Bereich?
MfG
M.
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