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    Orthochirus scrobiculosus (Grube, 1873)

    Orthochirus scrobiculosus:
    Diese kleingebaute Skorpionart verfügt über ein tückisches Neurotoxin (Polypeptid) mit insgesamt 38 Aminosäuren, welches zu den medizinisch bedeutsamen Skorpiongiften gezählt wird und lokal mittelstarke bis starke Schmerzen auslösen kann. Hauptbestandteil dieses Neurotoxins ist das 16 (Glutamin -> Lysin) bis 20 (Lysin -> Asp) Aminosäuren beinhaltende über 3 Disulfidbrücken wirkende Toxin mit dem Namen OSK 1 (wissenschaftliche Bezeichnung: α-KTx3.7). Die Tiere geben nur sehr wenig Giftbestandteile OSK 1 ab. Zur Erforschung wurde OSK 1 und weitere strukturierte Giftanalogien unter einer synthetischen Festphasenpyrolyse chemisch hergestellt. So konnten die Auswirkungen in Bezug auf das Blocken der 14 Volt durchlaufenden kalciumaktivierten Kaliumkanäle sowie ein LD50 – Wert in Labortests ermittelt werden. Hier wurde anhand von Mäusen ein Kammerflimmern nachgewiesen, welches im Auftreten und der Wirkung beim Menschen übertragbar ist. OSK 1 (wissenschaftliche Bezeichnung: α-KTx3.7) blockt die Kaliumkanäle Kv1.1, Kv1.2, Kv1.3 sehr stark (vgl. auch Androctonus australis), hat jedoch nur einen leichten Einfluss auf den kalciumaktivierten Kaliumkanal KCa3.1 (Unterschied zu Androctonus australis). Mit zunehmender Dosierung wurde eine Steigerung der Auswirkung auf den Kaliumkanal Kv1.3 nachgewiesen, die kalciumaktivierten Kaliumkanal KCa3.1 jedoch verloren ihre Aktivität. Dieses Phänomen macht sich die Pharmazie zu Nutze und stellt daraus immunsuppressive Medikamente her, welches jeder transplantierte Patient lebenslang einnehmen muss. Dadurch wird das eigene Immunsystem unterdrückt und das neue Organ vor der Abstoßung geschützt. Bei Auftreten starker Schmerzen nach einem Stich sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Mit einer normalen Symptomenbekämpfung, sowie hergestellter Tetanusprophylaxe sollten keine bleibenden Schäden auftreten.

    Orthochirus scrobiculosus verfügt über ein Gift mit einem ermittelten LD50 – Wert von 2,1mg/kg. Aufgrund der geringen Giftmenge zählt er für den gesunden erwachsenen Menschen zu den eher ungefährlicheren Arten. Das Gift an sich kann aber in einer gewissen Dosis lebensbedrohlich wirken (Kinder, schwache alte Menschen).
    Geändert von Schattenjaeger_01 (05.09.2009 um 11:00 Uhr)

    An der Anzahl der Neider erkennt man seine Fähigkeiten
    Niveau ist keine Hautcreme
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