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  1. #1
    Avatar von Buthist
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    Unglücklich Aufzucht von Jungtieren (heterometrus longimanus)

    Hallo,
    ich habe vor 14 Tagen genau Nachwuchs meiner Heterometrus l. erhalten. Ich ließ die Kleinen beim Muttertier, bis alle den Rücken verlassen und die erste Häutung stattgefunden hatte.
    Nun habe ich sie in Heimchendosen separiert. Dazu folgende Frage:

    Wie ernähre ich die Kleinen jetzt am Besten?
    1. Sollte ich ihnen bis zur 2. Häutung zerdrückte Heimchen anbieten, da sie so in den letzten Tagen vom Muttertier versorgt wurden?
    2. Sollte ich ihnen lebende Microheimchen in die Heimchendosen setzen um den Jagdtrieb zu nutzen(starten?) ?
    Und vor allem, wie oft füttere ich Jungtiere?

    Oder gibt es ganz andere Vorschläge? Wie sind eure Erfahrungen zu diesem Thema?

    Ein Freund berichtete mir (leider zu spät, er war in Urlaub), dass er die Kleinen bis nach der 2. Häutung beim Muttertier ließ, da Dieses sie noch mit zerdrückten Heimchen versorge...
    Von daher gesehen, erscheint mir erste Lösung plausibel, jedoch würde ich gerne auf "erfahrenere" Meinungen und Ergebnisse zurückgreifen können.
    Ich möchte so gut wie möglich "Sterbefälle" durch unsachgemäßen Umgang vermeiden.

    Danke für die kommenden Antworten.

  2. #2
    Avatar von YR
    YR
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    Hallo!

    Hat Martin Dir das nicht schon in Deinem eröffneten Thread per Link beantwortet?

    Also eigentlich sollten die Tiere schon so groß sein, das sie locker mir lebendigen Micros klar kommen! Wenn Du aber siehst, dass die Tiere auch nach einiger Zeit immernoch nicht gefressen haben und sich vom Heimchen bedroht fühlen und weg rennen, dann lieber zerdrücken oder die kleinsten raussuchen, wobei das bei Heterometrus spec. doch nicht der Fall sein dürfte

    Gruß Yanik

  3. #3
    Avatar von snippy
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    Was nicht heißt, dass wenn du sie morgen fütterst und sie nicht sofort in den erten 5 Minuten die Heimchen alle vorm Schlund haben, du nachhelfen musst. Gut Ding will Weile haben, lass die Futtertiere ein bisschen drin, bevor du das als "Fluchtverhalten" abtust.

    Muttertier füttert Jungtiere mit zerdrückten Futtertieren? Kann das mal jemand bestätigen? Klingt für mich nach einer Unsinnsstory.

    Gruß
    Finn

  4. #4
    Avatar von YR
    YR
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    Zitat Zitat von snippy Beitrag anzeigen

    Muttertier füttert Jungtiere mit zerdrückten Futtertieren? Kann das mal jemand bestätigen? Klingt für mich nach einer Unsinnsstory.

    Gruß
    Finn
    ... sowas meine ich mal gesehen zu haben auf Bildern, kann mich leider nicht mehr dran erninnern! Bei Vogelspinnen gibt es aber sowas, habe es sicher im ein oder anderen Forum gesehen!

    Gruß Yanik

    PS: http://www.lamprecht-online.de/ho-sk.htm kurz über dem Futterabsatz! 8te Zeile von unten wird auch von berichtet.
    Geändert von YR (31.07.2010 um 00:58 Uhr)

  5. #5
    Avatar von Buthist
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    Zitat Zitat von snippy Beitrag anzeigen
    Muttertier füttert Jungtiere mit zerdrückten Futtertieren? Kann das mal jemand bestätigen? Klingt für mich nach einer Unsinnsstory.
    Es ist tatsächlich so... Ich habe keinen Bedarf daran mich mit Storys wichtig zu machen Ich habe das Weibchen in der Höhle per Pinzette ab und an mit Heimchen versorgt um Kannibalismus vorzubeugen. Sie zerdrückte einige und legte sie auf dem Boden ab. Diese wurden dann von Kleinen umringt und "ausgefressen", so daß später nur noch das Exoskelett des Heimchens übrig war.

    Solche Verhaltensmuster müssen wohl bei Heterometrus spec. recht häufig vorkommen zumindest laut Matt E. Braunwalder von arachnodata.ch. Gehört hatte ich es bis dato auch noch nicht, aber nachdem ich es selbst erlebt habe, bin ich eines Besseren belehrt.

  6. #6
    Avatar von Schattenjaeger_01
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    Zitat Zitat von snippy Beitrag anzeigen
    Muttertier füttert Jungtiere mit zerdrückten Futtertieren? Kann das mal jemand bestätigen? Klingt für mich nach einer Unsinnsstory.

    Gruß
    Finn
    In dem Fall bin ich der Meinung, dass das Muttertier die Heimchen getötet hat, um die Gefahr für die Jungtiere einzudämmen. Diese wiederum haben die Gunst der Stunde genutzt und ein festliches Mahl zu sich genommen. Aber eine direkte Brutpflege von Muttertier an ihre Jungtiere mit zerdrückten Heimchen habe ich bislang bei noch keiner Art feststellen können.

    Anmerkung:
    Kann mir auch nicht vorstellen, dass ein adultes Heimchen, wissentlich 5 bis 8 mal größer als die Jungskorpione, absichtlich vom Muttertier den Kleinen zur Verfügung gestellt wird.

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  7. #7
    Avatar von Buthist
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    Da nun eigentlich alles zur Ernährung bzw zur Aufzucht gesagt wurde (zumindest bis zum nächsten "Problem") bliebe nur noch die Frage nach der Häufigkeit der Fütterung bei Instar 2...

  8. #8
    Avatar von Schattenjaeger_01
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    Hallo,

    ich biete meinen humiden Instar 2 zweimal die Woche, abwechselnd mit Wassergabe, Futter an. Somit sollte eine Grundversorgung mir Feuchtigkeit gewährleistet sein.

    Sollte das Futter verschmäht werden, kannst du die Intervalle der Futtergabe erhöhen.

    MfG
    M.

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  9. #9
    Avatar von fenriz
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    Hi!

    Nochmal das Thema "Mutti füttert die Kleinen":

    MAHSBERG et al (1999): Skorpione: 44

    (über Pandinus spp.)->(...)"Besonders anfangs profitieren sie von der Kraft ihrer Mutter, die für sie z.B. große Insekten oder Tausendfüßer fängt."
    (...)

    "Während bei den eusozialen Bienen und Ameisen zusätzlich ein Kastenwesen ausgebildet ist (...), steht Sozialverhalten bei Spinnen (FOELIX 1992) oder Skorpionen auf der Stufe der sogenannten Subsozialität, die sich durch erweiterte Brutpflege, Verteidigung und Fütterung der Jungen und Kooperativität auszeichnet."

    Persönliche Erfahrungen habe ich damit aber noch nicht gemacht, meine Parabuthus-Muttis essen alles alleine, was man ihnen gibt. Gierige Weiber^^

    Gruß

  10. #10
    Avatar von Schattenjaeger_01
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    Ist ja schön was der Mahsberg da alles schreibt. Muss sich ja erstens mal gut anhören und zweitens muss das Buch ja auch voll werden.


    Zitat Zitat von fenriz Beitrag anzeigen
    Persönliche Erfahrungen habe ich damit aber noch nicht gemacht, meine Parabuthus-Muttis essen alles alleine, was man ihnen gibt. Gierige Weiber^^

    Gruß
    Genau so sind meine Beobachtungen, über Jahre hinweg, bei mehr als 42 verschiedenen Skorpionarten aus unterschiedlichen Gattungen, auch.

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